Die richtige Schnittgeschwindigkeit bei der Stahlbearbeitung

Die Schnittgeschwindigkeit beschreibt die Geschwindigkeit, mit der sich die Schneide des Werkzeugs relativ zur Werkstückoberfläche bewegt. Sie wird in Metern pro Minute (m/min) angegeben und zählt zu den wichtigsten Kenngrößen in der Zerspanung. Die richtige Wahl beeinflusst maßgeblich die Bearbeitungszeit, die Oberflächenqualität, den Werkzeugverschleiß und damit die Wirtschaftlichkeit des gesamten Prozesses. Welche Schnittgeschwindigkeit optimal ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Dazu zählen insbesondere der zu bearbeitende Werkstoff, das eingesetzte Werkzeugmaterial, das Bearbeitungsverfahren sowie die Kühlung.

Warum ist die Schnittgeschwindigkeit bei der Bearbeitung wichtig?

  • Werkzeugverschleiß und Standzeit
    Die richtige Wahl der Geschwindigkeit reduziert die Belastung des Werkzeugs, verlängert dessen Standzeit und senkt dadurch die Werkzeugkosten. Eine zu hohe Schnittgeschwindigkeit führt zu erhöhtem Verschleiß und kann sogar Werkzeugbruch verursachen.
  • Wärmeentwicklung
    Bei der Bearbeitung von Stahl entsteht viel Wärme. Wird die Geschwindigkeit zu hoch gewählt, kann das Werkzeug überhitzen und an Härte verlieren.
  • Oberflächengüte
    Der richtige Wert sorgt für saubere Schnittflächen. Zu niedrige oder zu hohe Werte können zu Rattermarken, Aufbauschneiden oder schlechter Oberfläche führen.
  • Prozesssicherheit
    Gerade bei gehärteten oder vergüteten Stählen ist die richtige Einstellung entscheidend, um stabile und reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen.

Schnittgeschwindigkeit berechnen

Die Schnittgeschwindigkeit wird aus Durchmesser und Drehzahl mit dieser Formel berechnet:

Beispiel:

Durchmesser: 12 mm
Drehzahl: 3.000 1/min

vc = (3,14 x 12 x 3.000) / 1.000
vc = 113,04 m/min

Bedeutung der Größen:
vc = Schnittgeschwindigkeit [m/min]
π = Kreiszahl
d = Werkzeugdurchmesser [mm]
n = Drehzahl [1/min]

Der Unterschied zwischen Schnittgeschwindigkeit und Vorschub

Schnittgeschwindigkeit und Vorschub sind zwei zentrale Parameter in der Zerspanungstechnik, die jedoch unterschiedliche Bewegungen beschreiben. Während sich die Schnittgeschwindigkeit auf die Schneide des Werkzeugs bezieht, beschreibt der Vorschub (f) die Bewegungsgeschwindigkeit, mit der das Werkzeug in das Werkstück eindringt oder entlang der Bearbeitungsrichtung voranschreitet. Er bestimmt, wie viel Material pro Zeiteinheit abgetragen wird, und hat einen wesentlichen Einfluss auf die Spanbildung, die Oberflächengüte und die auftretenden Schnittkräfte.

Hilfe bei der Berechnung: Der Meusburger Schnittdaten-Kalkulator

So einfach kommen Sie zu Ihren richtigen Schnittwerten

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Schritt 1: Werkzeug wählen

Aus unserer breiten Auswahl an Zerspanungswerkzeugen wählen Sie je nach Bearbeitungsmethode (Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Reiben) das Werkzeug aus, das Sie zum Bearbeiten Ihres Werkstoffs einsetzen möchten. Wählen Sie zudem den entsprechenden Werkzeugdurchmesser aus.

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Schritt 2: Bearbeitungsmethode wählen

Im nächsten Schritt geben Sie an, wie das Werkstück bearbeitet werden soll (z. B. Fräsen). Zusätzlich geben Sie hier auch den zu bearbeitenden Werkstoff mit der genauen Werkstoffnummer an.

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Das Ergebnis

Sobald alle Daten angegeben wurden, gibt der Schnittdaten-Kalkulator automatisch die Werte für Werkzeugdurchmesser, Schnittgeschwindigkeit und Vorschub an. Sie erhalten außerdem auch den Richtwert für die Drehzahl. Senden Sie sich die Werte anschließend ganz einfach per E-Mail zu.

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Schritt 1: Werkzeug wählen

Aus unserer breiten Auswahl an Zerspanungswerkzeugen wählen Sie je nach Bearbeitungsmethode (Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Reiben) das Werkzeug aus, das Sie zum Bearbeiten Ihres Werkstoffs einsetzen möchten. Wählen Sie zudem den entsprechenden Werkzeugdurchmesser aus.

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Schritt 2: Bearbeitungsmethode wählen

Im nächsten Schritt geben Sie an, wie das Werkstück bearbeitet werden soll (z. B. Fräsen). Zusätzlich geben Sie hier auch den zu bearbeitenden Werkstoff mit der genauen Werkstoffnummer an.

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Das Ergebnis

Sobald alle Daten angegeben wurden, gibt der Schnittdaten-Kalkulator automatisch die Werte für Werkzeugdurchmesser, Schnittgeschwindigkeit und Vorschub an. Sie erhalten außerdem auch den Richtwert für die Drehzahl. Senden Sie sich die Werte anschließend ganz einfach per E-Mail zu.

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Schritt 1: Werkzeug wählen

Aus unserer breiten Auswahl an Zerspanungswerkzeugen wählen Sie je nach Bearbeitungsmethode (Fräsen, Bohren, Gewindeschneiden, Reiben) das Werkzeug aus, das Sie zum Bearbeiten Ihres Werkstoffs einsetzen möchten. Wählen Sie zudem den entsprechenden Werkzeugdurchmesser aus.

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Im nächsten Schritt geben Sie an, wie das Werkstück bearbeitet werden soll (z. B. Fräsen). Zusätzlich geben Sie hier auch den zu bearbeitenden Werkstoff mit der genauen Werkstoffnummer an.

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Sobald alle Daten angegeben wurden, gibt der Schnittdaten-Kalkulator automatisch die Werte für Werkzeugdurchmesser, Schnittgeschwindigkeit und Vorschub an. Sie erhalten außerdem auch den Richtwert für die Drehzahl. Senden Sie sich die Werte anschließend ganz einfach per E-Mail zu.

Einflussfaktoren für die Schnittgeschwindigkeit

Der Werkstoff

Der Werkstoff hat großen Einfluss auf die Wahl der Schnittgeschwindigkeit. Harte und feste Werkstoffe wie z. B. Hartmetall verursachen höhere Schnittkräfte und mehr Werkzeugverschleiß, weshalb niedrigere Schnittgeschwindigkeiten erforderlich sind. Weiche und gut zerspanbare Werkstoffe ermöglichen dagegen höhere Schnittgeschwindigkeiten und eine wirtschaftlichere Bearbeitung. Auch die Spanbildung beeinflusst die Prozesssicherheit und Wärmeentwicklung.

Grundsätzlich gilt: Je härter der Werkstoff, desto geringer sollte die Schnittgeschwindigkeit sein.

Die Bearbeitungsmethode

Die Bearbeitungsmethode beeinflusst die Belastung des Werkzeugs und damit die Wahl der Schnittgeschwindigkeit. Beim Fräsen ist meist eine höhere Drehzahl möglich. Beim Bohren, Tieflochbohren sowie beim Gewindeschneiden und Gewindeformen müssen wegen der höheren Wärme- und Werkzeugbelastung niedrigere Werte gewählt werden. Reiben erfolgt mit mittleren bis niedrigen Schnittgeschwindigkeiten, um eine hohe Genauigkeit zu erreichen.

Die Kühlung

Kühlung reduziert Wärme und Reibung während der Bearbeitung und erhöht dadurch die Standzeit des Werkzeugs. Besonders wirksam ist die Innenkühlung, da sie die Schneide direkt kühlt. Auch die Minimalmengenschmierung kann die Reibung wirksam verringern. Grundsätzlich ermöglicht eine ausreichende Kühlung höhere Schnittgeschwindigkeiten und einen stabileren Bearbeitungsprozess.

Das Werkzeug

Ein weiterer entscheidender Faktor für die Wahl der Schnittgeschwindigkeit ist das Werkzeugmaterial. Es bestimmt, welche Geschwindigkeiten technisch möglich sind und wie gut das Werkzeug den dabei entstehenden Belastungen standhält. HSS-Werkzeuge (Schnellarbeitsstahl) sind vergleichsweise hitzeempfindlich und eignen sich daher nur für geringere Schnittgeschwindigkeiten. Hartmetallwerkzeuge hingegen besitzen eine hohe Verschleißfestigkeit und Wärmebeständigkeit, wodurch deutlich höhere Schnittgeschwindigkeiten realisiert werden können. Die Abstimmung von Werkzeugmaterial und Schnittgeschwindigkeit ist daher entscheidend für eine wirtschaftliche und prozesssichere Bearbeitung.

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