Konstrukteurstreffen bei Meusburger: Praxiswissen für effiziente Prozesse im Werkzeugbau

Am 1. und 2. Juli veranstaltete Meusburger am Standort Hohenems ein exklusives Konstrukteurstreffen für Fachleute aus dem Formenbau und dem Stanzwerkzeugbau. Im Fokus standen aktuelle Technologien und Methoden zur Prozessoptimierung – von der Konstruktion über Fertigung und Simulation bis hin zu Werkstoffen, Sensorik und Digitalisierung. Mit rund 80 Teilnehmern an beiden Veranstaltungstagen bot die Fachveranstaltung eine Plattform für den Wissens- und Erfahrungsaustausch in der Branche.

Pressekontakt

Julia Grimm Tel.: +43 5574 6706 1496 E-Mail: j.grimm@meusburger.com

Formenbau: Digitale Werkzeuge und intelligente Prozesstechnik

Der erste Veranstaltungstag widmete sich den Anforderungen des modernen Formenbaus. Den Auftakt machte Richard Gane (Servomold), der den Einsatz servoelektrischer Bewegungen im Spritzgießwerkzeug erläuterte. Anschließend stellte Martin Nikel (HERMLE Maschinenbau GmbH) die MPA-Technologie des Unternehmens als additive Dienstleistung für die Fertigungsindustrie vor. Thomas Mann (PLEXPERT GmbH) verdeutlichte, welchen Beitrag Simulation bereits in frühen Entwicklungsphasen zur Absicherung von Werkzeugkonzepten leisten kann.  Am Nachmittag erhielten die Teilnehmer bei einer Betriebsbesichtigung am Hauptsitz in Wolfurt Einblicke in die Produktion des Normalienherstellers. Dr. Thomas Mitterlehner (Moldsonics GmbH) erläuterte anschließend, wie Ultraschallsensorik den optimalen Entformungszeitpunkt direkt im Werkzeug bestimmt. Den Abschluss bildete Manfred Faßnacht (Meusburger), der die Bedeutung standardisierter Normalien als Grundlage wirtschaftlicher Werkzeugkonzepte aufzeigte. Beim gemeinsamen Abendessen in der Vorarlberger Museumswelt bot sich den Teilnehmern Gelegenheit, die fachlichen Diskussionen in persönlicher Atmosphäre fortzuführen und neue Kontakte zu knüpfen.

Stanzwerkzeugbau: Durchgängige Daten und robuste Prozesse

Der zweite Veranstaltungstag richtete den Fokus auf den Stanzwerkzeugbau. Sebastian Denz (Stampack GmbH) präsentierte einen durchgängigen digitalen Workflow – vom Streifenbild bis zur fertigen Werkzeugkonstruktion. Michael Wenk (WKK Kaltbrunn AG) zeigte anhand konkreter Anwendungen die Möglichkeiten moderner Folgeverbundwerkzeuge auf. Tony Britze (Oerlikon Balzers Coating AG) gab Einblicke in aktuelle Beschichtungslösungen für Stanz- und Umformwerkzeuge, bevor Thomas Weber (Marposs Monitoring Solutions GmbH) intelligente Monitoring-Lösungen für Folgeverbundwerkzeuge und Pressen vorstellte. Nach der Betriebsbesichtigung zeigte Markus Peter (Hirschmann Automotive GmbH), welche Rolle Simulation, künstliche Intelligenz und Akustik künftig im Werkzeugbau spielen werden. Abgerundet wurde das Programm durch Thomas Enz (Meusburger), der aktuelle Entwicklungen bei pulvermetallurgischen Stählen vorstellte und die Bedeutung einer anwendungsgerechten Werkstoffauswahl erläuterte. Den Ausklang des zweiten Veranstaltungstags bildete eine Fahrt mit dem historischen Rheinbähnle sowie ein gemeinsames Abendessen.

Wissenstransfer als Erfolgsfaktor

Mit dem Konstrukteurstreffen schuf Meusburger eine praxisorientierte Fachveranstaltung, die aktuelle Technologien mit konkreten Anwendungsbeispielen aus der Industrie verknüpfte. Die Kombination aus Fachvorträgen, Betriebsbesichtigung und persönlichem Austausch vermittelte den Teilnehmern neue Impulse für ihre tägliche Konstruktions- und Entwicklungsarbeit. Damit unterstreicht der Normalienhersteller seinen Anspruch, den Wissenstransfer innerhalb der Branche aktiv zu fördern und den Dialog zwischen Entwicklung, Fertigung und Anwendung zu stärken.

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