Die Welt wächst zusammen – logistisch und wirtschaftlich. Die Globalisierung erhöht für den Werkzeug- und Formenbau den Wettbewerbsdruck, bietet aber auch die Chance, von Aufträgen in schnell wachsenden Märkten zu profitieren. Gleichzeitig dreht sich die Innovationsspirale immer schneller, was von den Unternehmen Anpassungsfähigkeit und Flexibilität verlangt. Der hohe Kosten- und Zeitdruck zwingt die Betriebe somit zu einer ständigen Effizienzsteigerung. Ein hoher Grad an Standardisierung über die gesamte Prozesskette bietet hier eine ausgezeichnete Möglichkeit, um die Kosten und die Durchlaufzeit von Projekten drastisch zu senken.
Im Produktlebenszyklus eines Werkzeugs ist es wichtig, die Kosten ganzheitlich zu betrachten. Bereits zu Beginn eines Projekts sollte über mögliche Einsparungen nachgedacht werden. Der Einsatz von Normalien wirkt sich dabei positiv auf die Bilanz aus. Hilfreiche Fragestellungen sind zum Beispiel: Können Werkzeugkomponenten standardisiert werden? Wenn ja, welche Möglichkeiten gibt es, auf intern standardisierte Teile oder Werkzeugkonzepte zurückzugreifen? Könnten diese von einem externen Normalienhersteller beschafft werden? Hier gibt es viel Einsparpotential, um sich klare Wettbewerbsvorteile zu sichern.
Die Konstruktionsphase entscheidet
Die Kosten eines Werkzeugs sind in der Entwicklungsphase stark beeinflussbar, während sie gegen Ende in der Serienproduktion kaum noch gesenkt werden können. Der Konstrukteur bestimmt die Bauteillage und die Bearbeitungsabfolge im Werkzeug. Es liegt in seiner Hand, wie die einzelnen Bearbeitungsstationen oder auch der Vorschub ausgelegt werden. In dieser Phase entscheidet sich maßgeblich, mit welchen Produktionsparametern das Werkzeug später in der Stanzerei arbeitet. Weiters entscheidet der Konstrukteur darüber, ob der Werkzeugaufbau aus lagernden Normplatten hergestellt werden kann oder auftragsbezogene Sonderplatten benötigt werden. Je größer der Anteil an Normalien, desto höher ist der Prozentsatz der fix kalkulierbaren Kosten.
Schneller am Ziel mit digitalen Assistenten
Durch den Einsatz von Normalien ergeben sich Einsparungen in allen Bereichen. Dies beginnt bei der schnellen und sicheren Vorkalkulation mit Hilfe der Meusburger Assistenten. Mit diesen Tools können alle notwendigen Komponenten für ein Projekt schnell und einfach zusammengestellt und für eine spätere Umsetzung gespeichert werden. CAD-Daten kompletter Stanzgestelle können vom Meusburger Portal mit wenigen Klicks exportiert und in alle gängigen CAD-Systeme importiert werden. Dadurch hat der Konstrukteur mehr Zeit, um sich auf die eigentlichen „Knackpunkte“ eines Werkzeugs zu konzentrieren.
Mit 40.000 Artikeln zum Erfolg
Im Bereich Stanzwerkzeugbau bietet Meusburger über 40.000 Artikel, die speziell auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Das verzugsarme Material hat einen großen Einfluss auf die Herstellungs- und Wartungskosten der Werkzeuge, denn dank der spannungsarm geglühten Qualitätsstähle sowie der präzisen Form- und Lagetoleranzen können Folgekosten reduziert werden. Aber auch Einbauteile wie zum Beispiel Aktivelemente übernehmen wichtige Aufgaben im Werkzeug. Diese zuzukaufen, anstatt sie selber herzustellen, bietet eine weitere große Ersparnis und somit langfristig einen Wettbewerbsvorteil. Der geeignete Zeitpunkt für eine praktische Umsetzung ist schnell definiert – jetzt!
Tipps & Tricks zur Standardisierung
- Qualitätsstandards durch verzugsarme Platten schaffen
- Konstruktionsrichtlinien erstellen
- Die Vielfalt an verwendeten Komponenten reduzieren
- Standardisierte Bauteile verwenden und dadurch Herstellkosten senken
- Bearbeitungsrichtlinien, wie vordefinierte Toleranzen oder Maße, erstellen
- Standardisierte Abläufe schaffen